Nicht einfach nur Wasser

 

Klares und sauberes Trinkwasser ist nicht nur für den Menschen ein Lebensmittel, Trinkwasser ist ein Überlebensmittel. Wasser hat Leben auf der Erde erst möglich gemacht und ohne es könnten wir nur wenige Tage überleben. Täglich nutzen wir es ganz selbstverständlich zum Trinken, Kochen, Waschen und Duschen.

Es ist für uns alle so alltäglich, dass wir seine Bedeutung und seinen Wert kaum noch wahrnehmen. Grund genug, uns näher mit dem Wasser, dem Trinkwasser, zu beschäftigen. Was ist das Besondere am Element Wasser, welche Bedeutung hatte das Wasser in der Geschichte der Menschheit, wofür benötigen wir es, wie geht man damit um und wie können und müssen wir es schützen?

Wasser war immer schon von großer Bedeutung

Menschen haben Wasser nicht nur seit Anbeginn genutzt. Sie haben sich auch schon sehr früh damit auseinandergesetzt. Aufgrund seiner Bedeutung wurde es bei den Philosophen zu den vier Urelementen gezählt. Für Aristoteles (384– 322 v. Chr.) war es neben Feuer, Luft und Erde eines der „vier Elemente“. Thales von Milet (624–546 v. Chr.) sah im Wasser den Urstoff des Seins: „Alles Leben kommt aus dem Wasser und ins Wasser kehrt alles Leben zurück.“

Die ersten großen Siedlungen der Menschen waren immer in der Nähe von Wasser. Aus dieser Zeit stammt auch der Satz: „Er hat nahe am Wasser gebaut.“ Heute ist dieser Satz nur noch im übertragenen Sinne gebräuchlich. In unserer Sprache hat sich aber noch ein anderes Bild erhalten, das mit der Bedeutung des Wassers zusammenhängt.

Das Bild des „Brunnenvergifters“. Seitdem Menschen Brunnen nutzten, gehörte das „Brunnenvergiften“ zu den schändlichsten Straftaten und wurde schwer bestraft. Heute sorgen mehrere Tausend Wasserversorger mit zahllosen Wasserschutz-gebieten, langfristigem Umweltschutz und modernster Wasseraufbereitung dafür, dass kein Brunnen, kein Trinkwasser mehr vergiftet ist.

Wasser – viel und doch sehr wenig

Wasser ist auf der Erde in großen Mengen vorhanden. Die Erdoberfläche ist zu 72 Prozent mit Wasser bedeckt, woran die Ozeane den größten Anteil haben. Zusammen sind dies 1,38 Milliarden Kubikkilometer Wasser. Die Süsswasserreserven sind mit 35 Millionen Kubikkilometern, oder rund 2,5 Prozent der Gesamtwassermenge, deutlich geringer. Hiervon stehen uns aber nur etwa 0,3 Prozent für die Wassergewinnung zur Verfügung. 

Natürliche Trinkwasservorräte sind auf der Welt nicht gleich verteilt. Viele Länder der Erde leiden unter Wassermangel. Die meisten Länder Europas kennen dieses Problem nicht. Neben den natürlichen Gegebenheiten ist dies auch einer über 150 Jahre alten verantwortungsvollen Wasserwirtschaft zu verdanken. Trotzdem, oder gerade deshalb, sollten wir nicht gedankenlos mit Wasser umgehen.

Anders als z. B. Energie wird Wasser nicht verbraucht, sondern nur gebraucht. Je weniger wir es verunreinigt der Natur zurückgeben, je weniger Schadstoffe ins Wasser gelangen, umso sicherer ist unsere Wasserversorgung auch in Zukunft. Deshalb sollten wir sehr sorgsam mit unserem wichtigsten Lebensmittel umgehen.

Wasser ist ungleich verteilt und wird ungleich genutzt

Trinkwasser, wie wir es kennen, ist weltweit ein knappes Gut und steht nicht allen Menschen gleichermaßen zur Verfügung. Rund zwei Drittel der Weltbevölkerung sind ohne eine ausreichende Wasserversorgung. Während dies in Europa nur 2% der Bevölkerung betrifft, leiden in Lateinamerika schon 7% der Menschen unter diesem Mangel. In Afrika sind es 28 % der Bevölkerung.

Negativer Spitzenreiter ist Asien. Hier haben 63% keinen Zugang zu einer ausreichenden Wasserversorgung. Laut einer Studie der UNESCO wird sich der Wasser bedarf der Weltbevölkerung von derzeit rund 5.000 km3 auf rund 10.000 km3 im Jahr 2050 erhöhen. Zu diesem Zeitpunkt werden etwa 9,1  Milliarden Menschen auf der Erde leben. Aber auch der Wasserverbrauch pro Person und Tag ist sehr unterschiedlich.

Den geringsten Wasserverbrauch in Europa hat Belgien mit 122 Litern, dicht gefolgt von Deutschland mit 124 Litern. Im Mittelfeld des Verbrauchs liegen die Länder Österreich, Frankreich, Niederlande, England und Luxemburg mit einem Wasserverbrauch zwischen 160 und 170 Litern. Den höchsten europäischen Wasserverbrauch haben die Länder Schweiz mit 237 Litern, Italien mit 242 Litern und Norwegen mit 260 Litern.

Wasser im menschlichen Körper

Der menschliche Körper besteht zu 70 Prozent aus Wasser. Deshalb ist Wasser für uns auch lebensnotwendig und erfüllt viele Funktionen in unserem Körper. Als Bestandteil des Blutes versorgt es uns mit Sauerstoff und allen wichtigen Nährstoffen. Gleichzeitig werden Giftstoffe über die Blutbahn zu den Nieren transportiert und von dort aus ausgeschieden.

Wasser reguliert zu einem großen Teil unsere Körpertemperatur. Ist sie erhöht, schwitzen wir und damit bleibt die Körpertemperatur konstant. Als Lösungsmittel sorgt Wasser für eine gleichbleibende Konsistenz aller Körperflüssigkeiten. So wird bei einem Wasserverlust z. B. Blut dickflüssiger. Viele Vitamine und Zuckermoleküle kann unser Körper nur durch Wasser nutzen.

Es ist daran beteiligt, die Stoffe zu spalten, sodass sie im Körper weiterverarbeitet werden können. Wasser ist ein wesentlicher Bestandteil von Zellen und Gewebe. Unser Körper wird ständig durchspült. Allein durch unser Gehirn fließen täglich rund 1.400 Liter Körperflüssigkeit und gewährleisten so unsere Leistungsfähigkeit und Konzentration. Es gibt also viele Gründe, mehr Wasser zu trinken. Hier nur einige Beispiele:

Wasser hebt die Stimmung und ist gut für die Gesundheit

Wenn Sie viel Wasser trinken sind Sie nicht nur besser drauf und können sich stärker konzentrieren, sondern Sie minimieren auch Ihr Risiko für gesundheitliche Schäden. Eine unzureichende Flüssigkeitszufuhr kann nämlich zu Müdigkeit, Appetitlosigkeit, Hitzeunverträglichkeit, Schwindel, Verstopfung, Nierensteinen und einem gefährlichen Blutdruckabfall führen.

Zu den Gehirneffekten zählen Stimmungsschwankungen, Verwirrtheit, Unaufmerksamkeit und ein schlechtes Gedächtnis. Gerade bei fortgeschritten Alter oder einem unzureichenden Fitnesslevel können die Auswirkungen sogar noch gravierender sein. Laut Studien der Virginia Polytechnic Institute and State University kann ein Verlust von nur 1 bis 2 Prozent des Körperwassers bereits unsere kognitive Leistung merklich beeinträchtigen. Nur mit ausreichend gutem Wasser bleiben Sie in Vollbesitz Ihrer geistigen Fähigkeiten

Wasser hilft bei der Gewichtskontrolle

Ihres Gewichts zuliebe sollten Sie auf jeden Fall eine Menge Wasser trinken, sei es ob Sie abnehmen wollen oder einfach nur Ihr Gewicht halten. Zwar sind Softgetränke wie Cola, Fanta, Sprite oder Energiedrinks und Erfrischungsgetränke wie Eistees natürlich aufgrund ihres süßlichen Geschmacks recht verlockend, jedoch befinden sich in derlei Getränken häufig auch Unmengen an Zucker oder synthetischen Zuckerersatzstoffen, die ein natürlicher Feind unseres Idealgewichts sind und darüber hinaus auch unserer Gesundheit nicht gut tun. Wasser ist nicht nur die bessere Alternative zu anderen Getränken,sondern unterstützt Ihren Körper auch aktiv beim Fettabbau. Zudem sorgt die klare Flüssigkeit für einen schneller gefüllten Magen und verhindert somit,

dass wir uns überfressen.

Wasser sorgt für schöne Haut

Einer der erstaunlichsten Gründe, mehr Wasser zu trinken, ist, dass Sie dadurch jünger aussehen können. Durch einen erhöhten Wasserkonsum fördern Sie den Aufbau neuer Zellen, wodurch sich die Farbe und Textur Ihrer Haut verbessern kann.
Zudem kann Wasser auch dazu beitragen, das Risiko von Pickeln und Falten zu verringern und Ihre Haut strahlender, jünger und gesünder erscheinen lassen. Es wäre daher nicht übertrieben zu behaupten, dass Wasser zu den besten Anti-Aging-Mittel der Welt zählt. Gleichzeitig ist es eines der wenigen Beautymittel, für das Sie kein Vermögen ausgeben müssen.

 

Wasser als Schmerzmittel

Anstatt direkt eine der bewährten Schmerztabletten zu nehmen, versuchen Sie bei den nächsten Kopfschmerzen doch einfach zu einem großen Glas Wasser zu greifen. Gerade leichte Kopfschmerzen werden häufig durch Dehydration hervorgerufen und lassen sich daher in der Regel am wirksamsten und gesündesten mit ein paar kräftigen Schlucken aus dem Glas oder der Wasserflasche bekämpfen. Nicht nur Kopfschmerzen, sondern auch Gelenkschmerzen und Muskelkrämpfe können durch das Trinken von mehr Wasser gelindert werden. Der Grund dafür ist, dass das Wasser als natürliches Schmiermittel am Gelenk wirkt und die Muskeln elastischer hält, so dass Sie weniger Schmerzen spüren.

Der Wasserbedarf unseres Körpers

Der menschliche Körper verliert allein über die Haut (ca. 0,5 Liter) und die Harnflüssigkeit (ca. 1,5 Liter) rund zwei Liter Flüssigkeit pro Tag. An heißen Tagen oder durch Sport kann sich dieser Wasserverlust um das Drei- bis Vierfache erhöhen. Durch Essen und vor allem Trinken müssen wir diesen Wasserverlust mindestens ausgleichen. Fehlen dem Körper nur 0,5 Prozent Wasser, bekommen wir Durst.

Bei zwei Prozent Wasserverlust lässt unsere Denk- und Konzentrationsfähigkeit um 20 Prozent nach. Wir fühlen uns schlapp. Drei Prozent zu wenig Wasser führen zu einem trockenen Mund. Die Harnproduktion lässt nach. Bei fünf Prozent muss unser Herz wesentlich mehr Kraft aufwenden, um das nun dickere Blut durch den Körper zu pumpen. Die Körpertemperatur steigt, wir

bekommen Kopf- und Muskelschmerzen.

Unsere Wahrnehmung ist eingeschränkt. Bei zehn Prozent Wasserverlust treten vermehrt Krämpfe auf. Sie gehen mit Verwirrtheitszuständen einher. Liegt der Wassermangel über zehn Prozent, drohen Nieren- und Kreislaufversagen. Deshalb ist das Trinken für uns Menschen genauso wichtig wie das Atmen.

Frisches Wasser – frischer Kopf – frische Ideen

Wenn Sie sich müde, unkonzentriert und unwohl fühlen, kann dies daran liegen, dass Sie zu wenig getrunken haben. Schon zwei Prozent zu wenig Wasser im Körper kann die Konzentrationsfähigkeit um 20 Prozent senken.

Also: Wenn Sie frische Ideen brauchen, brauchen Sie frisches Wasser. Und was wäre besser geeignet als frisches Trinkwasser, dieses bestens überwachte Lebensmittel. Gerade auch am Arbeitsplatz ist regelmäßiges Trinken wichtig. Lassen Sie sich nicht von Terminen oder Stress davon abhalten, immer einmal wieder einen großen Schluck zu nehmen.

Denn: Ohne Wasser leistet der Kurzzeitspeicher unseres Gehirns deutlich weniger. Wir erfassen weniger Informationen, verarbeiten sie langsamer und können komplexe Zusammenhänge schlechter überblicken. Ohne Wasser lässt die Aufmerksamkeit nach. Besprechungen werden ineffektiver, Tippfehler am Computer nehmen zu. Fehler im Produktionsprozess werden häufiger. Wasser bringt die notwendige Aufbauhilfe für Körper und Geist. Man ist seltener krank und gleichzeitig motivierter. Probieren Sie es aus – mit einem Glas klarem, kühlem Trinkwasser.

Natürliche Schönheit mit Wasser

Wenn Ihre Haut Durst hat, bekommen Sie es deutlich zu spüren und man kann es sehen. Die Haut wird trocken und rau. Die weitere Folge sind kleine Fältchen. Mit Wasser können Sie Ihrer Haut wieder ein jugendliches und frisches Aussehen schenken. Um kleine Fältchen zu reduzieren, müssen Sie vor allem eines: viel trinken. So oft wie möglich und über den Tag verteilt.

Gleich nach dem Aufstehen bis vor dem Schlafengehen. Schon allein hierdurch können Sie und Ihre Haut länger jung aussehen. Das Wasser sammelt sich im Bindegewebe und polstert kleine Fältchen wieder auf – natürlich und von innen. Viele Cremes und Lotionen nutzen diesen Effekt. Ihr wichtigster Bestandteil ist deshalb auch oft Wasser. Auch beim Abnehmen hilft Ihnen Wasser.

Es enthält keine Kalorien. Durch Wassertrinken kann der Kalorienumsatz sogar zusätzlich um bis zu 100 Kilokalorien erhöht werden. Zudem entsteht durch das Trinken ein Sättigungsgefühl und Sie haben dadurch weniger Hunger. Natürlich greifen wir auch bei der Körperpflege, etwa beim Zähneputzen oder Duschen, auf Wasser zurück. Also auch hier können wir auf Wasser nicht verzichten.

Der Wasserkreislauf

Wasser durchläuft auf unserer Erde einen Kreislauf. Die Sonnenenergie erwärmt das Oberflächenwasser insbesondere von Ozeanen. Durch Verdunstung entsteht Luftfeuchtigkeit. Da dieser Wasserdampf leichter ist als Luft, steigt er in die Atmosphäre. Dort ist es kälter als auf der Erde, er kühlt ab und kondensiert. Dabei entstehen Wolken, die vom Wind auch auf das Festland transportiert werden.

Sind diese Wolken mit kondensiertem Wasser gesättigt, kommt es zu Niederschlägen in Form von Regen, Schnee und Hagel. Fällt der Niederschlag auf Gewässer, schließt sich der Kreislauf. Fällt der Niederschlag auf die Erde, versickert er. Über den Grundwasserfluss, Quellen und Flüsse gelangt das Wasser wieder in die Ozeane, wo es durch die Sonnenenergie erneut verdunstet.

Den gleichen Weg geht auch das Schmelzwasser von Gletschern. Ein solcher „Wasserumlauf“ kann sehr lange dauern. Oft sind es Jahrzehnte oder gar Jahrhunderte. Bei Schmelzwasser von Gletschern sind es sogar Jahrtausende. Viele Inhaltsstoffe, die das Wasser auf seinem Weg „mitgenommen“ hat, behält es über diese Zeit. Deshalb spricht man auch davon, dass Wasser ein Gedächtnis hat.

Wasser ist etwas ganz Besonderes

Noch aus der Schulzeit wissen wir, dass der Wasserstoff als wesentlichster Bestandteil des Wassers (H2O – zwei Atome Wasserstoff und ein Atom Sauerstoff) das erste Element des Periodensystems ist. Wasserstoff ist auch das häufigste Element im gesamten Universum. Wasser hat aber auch noch andere Besonderheiten.

Seine größte Dichte hat Wasser bei +4°C. Im Gegensatz zu allen anderen Elementen dieser Erde dehnt es sich nicht nur aus, wenn seine Temperatur steigt – bis es zu Dampf wird. Wasser dehnt sich auch aus – und dies ist das Besondere – wenn seine Temperatur sinkt. Nur deshalb schwimmt Eis an der Oberfläche von Flüssen, Seen und Meeren.

Ohne diese einmalige physikalische Besonderheit könnte kein Leben auf der Erde existieren. Ozeane und Seen würden vom Grund auf bis zur Oberfläche gefrieren und dabei Leben, wie wir es kennen, unmöglich machen. Wasser ist aber auch der Ursprung für die Bestimmung von Gewichten. Bei 3,98 °C hat Wasser eine Dichte von 1.000kg/qm (exakt 999,975kg/qm). Somit wiegt ein Liter Wasser genau ein Kilogramm und ist damit die ursprüngliche Definition dieser Gewichtseinheit.

Ein Kubikmeter Wasser ist eine ganze Menge

Qualitativ hochwertiges Trinkwasser hat einen Wert und damit auch einen Preis. Im Durchschnitt benötigt ein Haushalt 111 Liter pro Tag. Abgerechnet wird er pro m3. 1m3 Wasser ist eine ganze Menge. Immerhin ein Würfel mit einer Seitenlänge von einem Meter und er wiegt genau eine Tonne. 1m3 Wasser sind 1.000 Liter und entspricht damit rund 83 Kisten Mineralwasser (à 12 Liter). Zu Hause können Sie sich z. B. mit 1m3 Trinkwasser über 5.000 Tassen Kaffee kochen.

Zähneputzen geht mit 1m3 Trinkwasser rund 5.000 Mal – duschen können Sie damit an 20 Tagen, Händewaschen geht immerhin bei 400 Gelegenheiten. Aber auch Ihr Hund muss keinen Durst leiden. Er kann sich mit dieser Menge Wasser über 600 Tage lang erfrischen. Sie können aber auch eine ganze Menge Eiswürfel produzieren – es reicht für mehr als 45.000 Eiswürfel.

Wasserverbrauch in der Schweiz

Wir verbrauchen 1,1 Milliarden Kubikmeter Wasser pro Jahr. Davon entfallen 43% auf den Haushalt, 34% auf die Industrie und Landwirtschaft. Der Rest wird von den Wasserversorgungen selber, für Brunnen und Bäder genutzt oder geht bei der Zulieferung verloren. Die rund 162 Liter, die ein durchschnittlicher Erwachsener im Haushalt pro Tag durchschnittlich verbraucht, teilen sich auf in:

• 47,7 Liter für die Toilettenspülung (29,5%)
• 31,1 Liter für Baden und Duschen (19,6%)
• 30,2 Liter für die Waschmaschine (18,6%)
• 24,3 Liter für Kochen, Spülen von Hand, Trinken (15%)

• 20,7 Liter für die Körperpflege und Handwäsche (12,8%)

• 3,8 Liter für Blumen, Aquarium und ähnliches (2,3%)

• 3,6 Liter für den Geschirrspüler (2,2%)

Spartipps

• Duschen benötigt viermal weniger Wasser als Baden
• Wasserhahn beim Zähneputzen, Händewaschen, Rasieren usw. abdrehen

• Leckende Wasserhähne und WC-Spülkästen reparieren lassen
• Geschirrspüler ganz füllen und Sparprogramme verwenden

Gletscher speichern über 15% des Wassers in der Schweiz

Ein Teil des Niederschlags bleibt als Schnee und Eis auf Gletschern liegen oder lagert in Seen. Der Rest versickert und fliesst unterirdisch auf einer wasserundurchlässigen Schicht ab und bildet das Grundwasser. Auf diese Weise werden in der Schweiz Wassermengen von gegen 340 Millionen Kubikmenter Wasser gespeichert. 40% davon befinden sich in Seen, während 16% auf Gletscher und 44% auf Grundwasservorkommen fallen.

Was unterscheidet Quellwasser von anderem Trinkwassser?

Man unterscheidet grundsätzlich drei Wasserarten, nämlich Leitungs-, Mineral- und Quellwasser.

Leitungswasser:

Leitungswasser

wird aus Grund- und Quellwasser gewonnen. Zwischen diesen beiden Wasserarten gibt es aber große Unterschiede. Als Faustregel gilt: Grundwasser kommt „von unten“, sprich aus dem Boden und Quellwasser „von oben“ als durch ein Gebirge gefilterter Niederschlag.

Wasser aus dem Boden hat einige wesentliche Nachteile. Durch den massiven Einsatz von Schädlings- und Unkrautvernichtungsmitteln in der Landwirtschaft leidet es enorm. Aber auch ins Grundwasser geleitete Hormon- und sonstige Medikamentenrückstände finden sich darin wieder. Die Umwelteinflüsse sind ebenfalls dramatisch gestiegen. Industrieabwasser, Weichmacher, Nitrat, Pestizide und Viren können durch die Klärwasserwerke nicht immer rückstandslos entfernt werden. Die Auswirkungen auf unsere Gesundheit sind gravierend und in der Langzeitfolge noch nicht absehbar. Außerdem muss das Wasser sehr oft mit Chlor behandelt werden, weil es einen langen Weg zurücklegen und in Reservoirs bis zum Verbrauch zwischengelagert werden muss, bis es aus unserem Wasserhahn kommt.

Tafel- oder Mineralwasser

Diese Wässer werden maschinell aus der Tiefe an die Oberfläche gepumpt, und müssen erst behandelt werden, um sie trinkbar zu machen. Sie kommen also „von unten“ und sind generell weder reiner noch besser als Leitungswasser. Die gesetzlichen Anforderungen an die Qualität sind teilweise sogar geringer. Die bekannten Mineralwassermarken betreiben zwar enormen Aufwand für Marketing und suggerieren uns in der Werbung Natürlichkeit und Reinheit. Trotzdem bleibt es bei Wasser, das aus dem Boden kommt und entsprechend belastet ist.

Darum müssen Kommunen und Wasserkonzerne in landwirtschaftlichen Anbaugebieten immer noch tiefer nach Wasser bohren, um pestizidfreies Wasser aus den Boden zu holen. Klingt also alles nicht so toll, wenn wir an die vielen Mineralwasserangebote in den Supermärkten denken!

Quellwasser

Wie der Name schon sagt, handelt es sich um Wasser aus einer Quelle. Im Gegensatz zu den beiden ersten Wasserarten stammt dieses Wasser aber nicht aus dem Boden und ist dementsprechend belastet. Der Spruch „das Gute kommt von oben“ gilt in diesem Fall mehr als man meinen möchte. Gespeist werden Quellen nämlich von Niederschlag, also Regen, Schnee, Nebeldunst usw.


Ein wichtiger Punkt: wo findet dieser Niederschlag statt? Es macht nämlich einen wesentlichen Unterschied für die Wasserqualität, ob wir von Niederschlag im Flachland, in Industrieregionen oder in landwirtschaftlich stark bewirtschafteten Regionen sprechen. Oder von unberührter, geschützter Natur- und Bergwelt. Liegt die Quelle in den Letzteren Gebieten spricht man von Alpenquellwasser. Es sickert über Jahre durch die vielen Schichten der Alpen, wird auf die natürlichste Weise gefiltert und durch die natürliche Verwirbelung mit reichlich Sauerstoff angereichert.

Deshalb ist Quellwasser so wertvoll und gesund gegenüber anderen Wasserarten. Denn es ist in der Regel vergleichsweise mineralienarm und basisch. Dadurch unterstützt es den Reinigungsprozess des Körpers in optimaler Weise. Zudem kann es dauerhaft konsumiert werden. Es ist das Fundament für immerwährende Gesundheit, langes und gesundes Leben.

Manchmal ist es gar nicht so einfach

Nachfolgend möchten wir Dir ein paar Wasser-Trink-Tips geben:

 

Nicht zu schnell trinken

Sie sind gerade eine lange Strecke gejoggt und haben so richtig Durst? Jetzt aber Vorsicht: Leeren Sie auf keinen Fall zu schnell eine ganze Flasche Wasser hinunter.

Wird zu schnell Wasser zu sich genommen, verdünnt das den Speichel auf schelle Weise und in grossen Mengen. Speichel ist ein wichtiges Element der Verdauung, da er hilft, die Säfte im Magen zu stimulieren. Enthält das getrunkene Wasser nicht genügend Speichel, dann wird der Körper es nicht richtig aufnehmen können.

Ausserdem löst sich Wasser bei zu raschem Trinken zu schnell auf und man muss anschliessend gleich auf die Toilette. Der Körper hat dadurch gar keine Zeit, das Wasser zu speichern und die wichtigen Nährstoffe aufzunehmen, die dafür da sind, verschiedene Organe zu versorgen.

Ausserdem wird vom Trinken von mehr als drei Litern am Tag abgeraten. Wird eine ungewöhnlich hohe Menge an Wasser dem Körper zugeführt, kann das den Natriumgehalt des Körpers verdünnen und so zu Schwellungen der Zellen führen, was lebensgefährlich werden kann.

Nicht im Stehen trinken

Wenn Sie immer nur im Stress sind und es Ihnen nur gelingt, im Stehen oder Gehen Wasser zu konsumieren, kann das fatale Folgen haben. Denn in dieser Position wird automatisch auch schneller getrunken. Und wie bereits erwähnt hat das negative Auswirkungen auf unsere Verdauung und allgemeine Gesundheit.

Ausserdem sind die Muskeln und das Nervensystem im Stehen nicht so entspannt wie beim Sitzen. Das kann für einen Knick im Verdauungsprozess sorgen. So kann das Wasser nicht auf die richtige Art aufgenommen werden, und es können Gelenk- und Entzündungsprobleme entstehen.

Durst mit Hunger verwechseln

Knurrt der Magen, greifen die meisten zu Essen. Hinter dem Grummeln kann sich aber auch ein anderes Verlangen des Körpers verbergen: Durst! Dann sollte man vor der Mahlzeit einfach mal ein Glas Wasser trinken. Ein Pluspunkt: Wird vor dem Essen Flüssigkeit zu sich genommen, kann das den Appetit zügeln.

Nicht erst trinken, wenn man Durst hat

Einer der grössten Fehler, den man beim Trinken macht: Man greift erst zur Wasserflasche, wenn die Kehle bereits ausgetrocknet ist. Denn verspüren Sie Durst, dann ist es eigentlich bereits zu spät, und dem Körper fehlt es schon an Flüssigkeit. Er läuft dann auf Sparflamme, und es könnte die Gefahr einer Dehydrierung bestehen. Gewöhnen Sie sich deshalb an, in regelmässigen Abständen Wasser zu trinken, auch wenn Sie eigentlich gar keinen Durst verspüren.

Alkohol immer mit Wasser trinken

Sie gönnen sich zum Feierabend ein paar Gläschen Wein. Doch neben dem Alkohol sollte besonders eines nicht vergessen gehen: Wasser zu trinken. Denn gerade Alkohol entzieht dem Körper Flüssigkeit, die umgehend wieder aufgefüllt werden sollte. Die Folgen können trockene Haut und auch Kopfschmerzen sein. Wer am nächsten Tag keinen stechenden Schädel haben will, der trinkt zwischen den Gläsern Alkohol brav eine Portion Wasser.

Kein zu kaltes Wasser trinken

Ist es im Sommer draussen heiss, kann es angenehm sein, ein eiskaltes Glas Wasser zu geniessen. Doch genau das sollten Sie nicht tun – zu keiner Jahreszeit. Empfohlen wird, Wasser immer bei Raumtemperatur zu konsumieren. Denn das Trinken von kaltem Wasser verkleinert die Blutgefässe und stört den Verdauungsprozess. Es kann ausserdem dafür sorgen, dass sich unerwünschtes Fett am Körper ansetzt, da kalte Temperaturen das Fett in der Nahrung, die Sie zu sich nehmen, verfestigen.

Eine zu kalte Flüssigkeitszufuhr kann ausserdem für Hals- und Gelenkschmerzen sowie eine langsamere Herzfrequenz sorgen. Denn durch die niedrigen Temperaturen wird der wichtige Vagusnerv stimuliert. Er ist Teil des Nervensystems und hilft dabei, die Herzfrequenz des Körpers normal zu halten.

Nach dem Aufstehen gleich Wasser trinken!

Beim Aufstehen gleich zum Wasser zu greifen, kann Ihnen so manch gesundheitlichen Vorteil verschaffen. Während viele erst nach der morgendlichen Routine Flüssigkeit zu sich nehmen, wäre es gut, wenn das ganz zu Beginn geschieht. Auch noch vor dem Zähneputzen. Denn morgens beim Aufwachen ist der Mund noch voller Speichel, der den Verdauungsprozess unterstützen kann. Mit einem Glas Wasser wird dieser in den Magen transportiert, wo er für eine gesunde Verdauung sorgt – und das den ganzen Tag über.

Quellen:  www.wasser-lexikon.de; www.freshwater.at; www.wellenliebe.de; www.handelsblatt.de; www.trinkwasser.svgw.ch; www.lebenslanggesund.de; www.srf.ch; www.blick.ch;

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